Reineclauden und Mirabllen
Reineclauden & Mirabellen
Mirabellen und Reineclauden gehören zur großen Familie der Pflaumen und damit zu den Rosengewächsen. Durch Kreuzung und Veredelung gibt es weltweit über 2000 unterschiedliche Sorten. Ursprünglich stammen die Pflanzen aus Asien. Vom "Mirabellenland" Frankreich sind die kleinen Früchte Mitte des 18. Jahrhunderts nach Deutschland eingeführt worden.
Die bekannteste und ertragreichste Mirabellensorte ist die Nancy-Mirabelle - benannt nach der Stadt Nancy in Lothringen. In Frankreich spielt im Gegensatz zu Deutschland der erwerbsmäßige Anbau auch heute noch eine Rolle. Saison hat das Steinobst von Mitte Juli bis in den Oktober hinein.
Die Reineclauden verdanken ihren Namen der Tochter von Ludwig XII, Königin Claudia, "Reine Claude" im Französischen. Angeblich liebte sie die aus Armenien oder Syrien stammenden Früchte und ließ einige Steinobstbäume anpflanzen. In manchen Regionen werden Reineclauden auch als Ringlotten, Dauphinen oder Zuckerpflaumen bezeichnet. Letzteres weil sie sehr süß sind.
Wegen ihrer Süße gelten Mirabellen und Reineclauden als Delikatesse. Wie alle Pflaumen lassen sie sich sehr vielseitig verwenden: Egal ob frisch vom Baum gepflückt, zu Kompott oder Konfitüre eingekocht oder als Grundlage für Liköre. Das köstliche Steinobst lässt sich auch hervorragend als Füllung für Knödel oder einen Braten verwenden. Püriert geben sie eine gute Grundlage für Eis ab, vor allem zu Nuss-Eis schmecken sie lecker. Den Klassiker unter den Blechkuchen, den Pflaumenkuchen, kann man leicht abwandeln, indem man statt Pflaumen Mirabellen auf den Teig gibt. Sie schmecken nicht nur köstlich, sondern haben aufgrund ihres hohen Zuckergehalts den Vorteil, dass man den Kuchen selbst nicht mehr zu zuckern braucht.
Aktualisiert ( Samstag, den 04. September 2010 um 08:47 Uhr )
Reineclauden und Mirabellen

